Rechtsanwältin Elisa Treuter im Mandantengespräch

(Ordentliche) Kündigung des Mietverhältnisses

Mieter können ihr Mietverhältnis jederzeit ordentlich unter Einhaltung der gesetzlichen Frist kündigen. Sie bedürfen hierzu keinen bestimmten Grund und müssen einen solchen auch nicht im Kündigungsschreiben angeben.

Anders verhält es sich mit der Kündigung eines Wohnraummietverhältnisses durch den Vermieter. Eine solche Kündigung kann ohne das Vorliegen von Gründen, die eine außerordentlichen Kündigung rechtfertigen, nur in den, gesetzlich festgeschriebenen Fällen erfolgen. Im Gegensatz zum Mieter muss der Vermieter den Kündigungsgrund zwingend im Kündigungsschreiben angeben.

Der häufigste Fall einer ordentlichen Kündigung ist die Eigenbedarfskündigung

Hierbei liegen ein berechtigtes Interesse des Vermieters und damit ein Kündigungsgrund vor, wenn der Vermieter tatsächlich beabsichtigt, die Wohnung zukünftig für sich selbst oder Angehörige zu nutzen.

Die Geltendmachung des Eigenbedarfs ist an erhebliche formelle Voraussetzungen gebunden. So ist der Kündigungsgrund zwingend im Kündigungsschreiben anzugeben und die festgelegten Kündigungsfristen einzuhalten.

Auf Seiten des Mieters bedeutet eine Eigenbedarfskündigung seine Wohnung verlassen zu müssen. Wollen Sie dies nicht, empfehle ich Ihnen, die Kündigung auf ihre rechtliche Wirksamkeit überprüfen zu lassen.

Daneben besteht für Mieter die Möglichkeit einen Widerspruch gegen die Kündigung einzulegen. Ein Anwalt für Mietrecht kann dies überprüfen und gegebenenfalls für Sie einlegen.

Viele Vermieter kündigen wegen Eigenbedarfs, obwohl dieser möglicherweise gar nicht besteht. Tritt dieser Fall ein, so haben Mieter unter Umständen einen Anspruch auf Schadensersatz.

Wir beraten Sie gerne über eventuelle Ansprüche und Möglichkeiten.