Rechtsanwalt Robin Schmid im Mandantengespräch

Was Sie vor dem Termin bei Ihrem Verteidiger beachten sollten:

Sie müssen sich zunächst im Klaren darüber sein, dass die Polizei nicht auf Ihrer Seite ist und Sie nicht unterstützt - insbesondere nicht für Sie nach entlastenden Beweisen sucht. Die Aufgabe der Polizei ist es ja gerade, Straftäter zu überführen. Sie ist in diesen Fällen und Situationen nicht "Ihr Freund und Helfer".

Versuchen daher Sie keinesfalls die Sache selbst zu klären, damit machen Sie es im Zweifel nur schlimmer.

Sie müssen sich ferner im Klaren darüber sein, dass alle Angaben die Sie machen gegen Sie verwendet werden (können).

Das oberste Gebot ist daher von dem Aussageverweigerungsrecht (= Recht zu Schweigen) Gebrauch zu machen, auch wenn die Polizei einem oft vermittelt, dass man es nur schlimmer macht, wenn man jetzt nichts sagt. - Dies ist aber definitiv nicht der Fall!

Machen Sie also - außer zu Ihrer Person - überhaupt keine Angaben zur Sache. Sagen Sie nichts!

Bewahren Sie Ruhe und bestehen Sie auf Ihr Recht, keine Angaben zu machen und sofort einen Strafverteidiger aufzusuchen. Sie haben das Recht, ihn sofort anzurufen.

Denn nichts ist schlimmer als irgendwelche unüberlegten Angaben oder Spontanäußerungen bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu machen, mit welchen man sich als Laie unter Umständen nur noch weiter hineinreitet und die Sache damit verschlimmert. Es ist schwierig, eine einmal getätigte Aussage danach zu widerrufen, ohne dass sie in einem eventuellen späteren Prozess eingeführt werden kann.

Seien Sie sich bewusst, dass sämtliche Gespräche mit der Polizei, auch außerhalb der Protokolls und wenn diese von Ihnen nicht unterschrieben werden, sich in der Ermittlungsakte wieder finden.

 Der einzige, der auf Ihrer Seite ist und sich für Sie einsetzt, Sie verteidigt, ist Ihr Strafverteidiger.

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