Strafrecht

Strafverteidigung bei Kapitaldelikten wie Mord, Totschlag, Körperverletzung mit Todesfolge

Fachanwalt für Strafrecht

Als Strafverteidiger in Kapitalstrafsachen (Verbrechen) wie Mord und Totschlag trägt man eine besonders hohe Verantwortung bei der Strafverteidigung.

Der Ausgang des Verfahrens hängt von einer soliden Verteidigung ab. Nur mit einem Blick für das Detail, einer soliden und lückenlosen Verteidigung, die mit dem Studium der Akten beginnt, mit den richtigen Anträgen weitergeführt wird und letztendlich mit einer soliden Verteidigung in einer Hauptverhandlung endet, kann eine Verteidigung optimal geführt werden. Auch habe ich ein genaues Bewusstsein für die Bedürfnisse des Mandanten, welcher sich in Untersuchungshaft befindet.

Für eine optimale Strafverteidigung kommt es gerade in Strafverfahren wegen der Verbrechen wie  Mord oder Totschlag auf ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Strafverteidiger und Mandant an. Es ist wichtig, dass sich der Mandant gegenüber seinem Rechtsanwalt hundertprozentig offenbaren kann, nichts verschweigt oder weg lässt. Denn der Verteidiger ist auf die Information angewiesen, welche ihm der Mandant mitteilt und nicht in den Gerichtsakten zu finden ist. Denn dies kann manchmal der Schlüssel zum Freispruch sein. Oder auch der Schlüssel zu einer anderen juristischen Sichtweise: so wird aus dem angeblichen Mord ein Totschlag oder aus einem Totschlag eine Körperverletzung mit Todesfolge – und das senkt das Strafmaß ganz erheblich.

Welche Tötungsdelikte gibt es?

  • Mord
  • Totschlag
  • Tötung auf Verlangen
  • Kindestötung
  • Fahrlässige Tötung
  • Körperverletzung mit Todesfolge
  • Raub mit Todesfolge
  • Brandstiftung mit Todesfolge

Wann liegt ein Totschlag vor, wann ein Mord?

Wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger verurteilt (§ 212 StGB)

Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet, § 212 StGB.

Die landläufig verbreitete Meinung, dass Mord vorsätzlicher Totschlag sei, ist schlichtweg falsch. Der Totschlag wird dann zum Mord „qualifiziert“, wenn Mordmerkmale (siehe oben) durch den Täter verwirklich werden.

Was bedeuten die Mordmerkmale?

Unter Habgier versteht man ein rücksichtsloses Streben nach Gewinn „um jeden Preis“, also auch um den Preis eines Menschenlebens.

Heimtücke setzt voraus, dass der Täter die Arg- und Wehrlosigkeit – genauer: die auf Arglosigkeit beruhende Wehrlosigkeit – des Opfers in feindlicher Willensrichtung bewusst ausnutzt. Arglos ist derjenige, der sich im Zeitpunkt der Tat, d.h. bei Beginn des ersten mit Tötungsvorsatz durchgeführten Angriffs keines Angriffs von Seiten des Täters versieht. Wehrlos ist, wer aufgrund der Arglosigkeit keine oder nur eine reduzierte Möglichkeit der Verteidigung besitzt. Wehrlos ist z.B., wer aufgrund der Arglosigkeit keine oder nur eine reduzierte Möglichkeit der Verteidigung besitzt

Verdeckungsabsicht qualifiziert den Totschlag zum Mord, da der Täter ein Menschenleben, nämlich als Opfer der zu verdeckenden Tat vernichtet, um die eigene Bestrafung zu vereiteln. Ermöglichungsabsicht qualifiziert den Totschlag zum Mord, wenn durch die Tötung eine geplante Straftat ermöglicht werden soll. Unter der geplanten anderen Straftat ist ein mit Strafe (nicht nur mit Buße) bedrohtes Verhalten zu verstehen. Erforderlich ist hinsichtlich der anderen Straftat die Absicht i.S. eines zielgerichteten Wollens.

Grausam tötet, wer seinem Opfer in gefühlloser, unbarmherziger Gesinnung Schmerzen oder Qualen körperlicher oder seelischer Art zufügt, die nach Stärke und Dauer über das für die Tötung erforderliche Maß hinausgehen. In objektiver Hinsicht ist erforderlich, dass dem Todeseintritt, vom Täter verursachte, besondere (also über die quantitativ oder qualitativ, aber auch zeitlich mit einer Tötung meist ohnehin verbundenen) Schmerzen oder Qualen körperlicher oder seelischer Art vorausgehen. Leiden setzen voraus, dass sie vom Opfer auch empfunden werden. Daran fehlt es bspw. bei Bewusstlosigkeit.

Mordlust verlangt, dass der Tod des Opfers „als solcher der einzige Zweck der Tat ist. Niedrig sind die Beweggründe, wenn sie sittlich auf tiefster Stufe stehen und nach allgemeinen Wertmaßstäben besonders verwerflich und geradezu verachtenswert sind. Die Missachtung allein moralisch-sittlicher Postulate, die in der Rechtsordnung keinen Niederschlag finden, kann den Mordvorwurf nicht begründen. Erforderlich ist nach ständiger Rechtsprechung eine Gesamtwürdigung aller für die Handlungsantriebe des Täters maßgeblichen Faktoren. Die Tat sollte zeigen, dass der Täter den Wert eines Menschenlebens der krassen und bedenkenlosen Durchsetzung seiner egoistischen Interessen unterordnet. Aufgrund des höchsten Strafmaßes im deutschen Recht sollte dieses Merkmal restriktiv ausgelegt werden.

Zur Befriedigung des Geschlechtstriebs bedeutet, dass der Täter sich durch die Ermordung eines Menschen sexuell befriedigen will. Er begeht einen sog. Lustmord.

Mittel sind dann gemeingefährlich, wenn der Täter sie im Einzelfall nicht sicher zu beherrschen vermag und sie geeignet sind, Leib und Leben mehrerer Menschen zu gefährden.

Was bedeutet lebenslange Freiheitsstrafe?

Lebenslang bedeutet zunächst in der Tat lebenslang.

Aber, der Täter kann nach mindestens fünfzehn Jahren Freiheitsstrafe eine vorzeitige Haftentlassung beantragen. Dazu geprüft wird, ob eine Freilassung unter Abwägung und Berücksichtigung des Sicherheitsinteresses der Allgemeinheit verantwortet werden kann. Das Gericht muss dazu auf der Grundlage eines Gutachtens eines Sachverständigen positiv entscheiden, dass davon ausgegangen werden kann, dass der Mörder in der Freiheit keine weiteren Straftaten begeht. Durchschnittlich werden die Täter nach 17 – 20 Jahren entlassen.

Anders verhält es sich, wenn die „ besondere Schwere der Schuld“ bei dem Urteil ausgesprochen wird. Der Täter kann zwar mit einer Freilassung rechnen, aber diese wird in der Regel erst nach 22 – 25 Jahren gewährt.

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Als Strafverteidiger und Fachanwalt für Strafrecht werde ich in Schwäbisch Gmünd des Öfteren gefragt: Wer ist der beste Verteidiger bzw. Anwalt für Strafrecht in Schwäbisch Gmünd? Begibt man sich auf die Suche nach einem Strafverteidiger, fällt es gerade juristischen Laien oft schwer, zu unterscheiden, welcher Rechtsanwalt hierfür am qualifiziertesten ist. Es gibt jedoch einige Auswahlkriterien, die Ihnen diese Suche erleichtern. Ich habe versucht, für Sie ein paar Kriterien zusammenzustellen und hoffe, dass ich Ihnen bei der Wahl Ihres Strafverteidigers helfen kann. Welche Rechtsgebiete bietet Ihr potenzieller Strafverteidiger an? Besteht das Repertoire des Rechtsanwalts neben der Strafverteidigung noch auch aus zahlreichen anderen Rechtsgebieten, ist dies ein Anzeichen dafür, dass er nur gelegentlich auf dem Gebiet des Strafrechts agiert. Achten Sie an dieser Stelle darauf, einen Spezialisten auszuwählen, der regelmäßig mit strafrechtlichen Mandaten betraut ist. Einen Rechtsanwalt, der auf einem oder einigen wenigen Gebieten mit umfassenden, tiefgehenden Kenntnissen aufwartet, sollten Sie einem Generalisten, der für viele Rechtsgebiete Grundkenntnisse besitzt, vorziehen. Ist der Rechtsanwalt Fachanwalt für Strafrecht? In einem Fachanwaltslehrgang erhalten Volljuristen eine zusätzliche Spezialausbildung für das jeweilige Rechtsgebiet. Suchen Sie im Zweifel einen spezialisierten Strafverteidiger auf, der Fachanwalt für Strafrecht ist. Dies ist auch ein Merkmal dafür, dass der Anwalt schwerpunktmäßig und regelmäßig im Strafrecht tätig ist, da er für die Erlangung des Fachanwalts bereits besondere praktische Erfahrungen nachzuweisen hat. Mit Rückenschmerzen suchen Sie auch nicht einen Kardiologen, sondern einen Facharzt für Orthopädie auf, obwohl beide gleichermaßen als Ärzte zugelassen sind. Kann sich jeder Strafverteidiger als „Fachanwalt für Strafrecht“ bezeichnen? Nein, die Berufsbezeichnung Fachanwalt für Strafrecht ist rechtlich geschützt. Voraussetzung für die Verleihung des Berufsbezeichnung Fachanwalt für Strafrecht ist eine dreijährige Zulassung zur Rechtsanwaltschaft und Tätigkeit vor Antragstellung. Um durch die Rechtsanwaltskammer den Fachanwaltstitel verliehen zu bekommen, muss der Antragsteller zudem an einem Fachanwaltslehrgang für Strafrecht mit einer Gesamtdauer von mindestens 120 Zeitstunden teilgenommen haben. Zudem muss er mindestens drei schriftliche Leistungskontrollen (schriftliche Prüfungen) erfolgreich absolvieren und besondere praktische Erfahrungen in Form von umfangreichen Falllisten und Hauptverhandlungstagen vor dem Schöffengericht und übergeordnet (Strafkammer, Schwurgericht usw.) nachweisen.  Berufserfahrung Ein guter Anwalt für Strafrecht verfügt in erster Linie über lange Berufserfahrung und Fachkenntnisse, die er durch regelmäßige Fortbildungen vertieft. Ein guter Strafverteidiger muss sich nicht nur mit allen materiellrechtlichen als auch strafprozessuallen Fragen bestens auskennen, sondern auch in der Lage sein, seinen Mandanten in Konfliktsituationen gegenüber dem Gericht, Staatsanwaltschaft, Polizei und anderen Prozessbeteiligten rasch souverän, entschieden und adäquat zu verteidigen. Zudem muss ein guter Strafverteidiger die Kunst des Beweisantragsrechts gut beherrschen und wissen, wie man mit der Ablehnung eines Beweisantrages professionell umzugehen hat, und wann es Sinn macht, einen Befangenheitsantrag gegen den Richter, Sachverständigen oder den Staatsanwalt zu stellen. Ein guter Strafverteidiger spricht mit dem Mandanten offen und ehrlich alle Chancen aber auch und insbesondere die Risiken des Strafverfahrens an, vor allem gibt er Ihnen stets eine verständliche und realistische Einschätzung Ihres Falles. Vor allem entwickelt er mit seinen Mandanten eine Strategie, um das bestmöglichste Ergebnis zu erzielen. Aber am Ende zählt doch der Erfolg Der beste Anwalt im Strafrecht ist aber am schlussendlich immer noch der mit den besten Ergebnissen für seine Mandanten. Und hier schließt sich der Kreis wieder, denn erfolgreiche Strafverteidigung basiert gerade auf Wissen, Expertise und langjähriger Erfahrung als Prozessanwalt.

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