Arbeitsrecht

Überstunden & Urlaub

Überstunden sind oft ein schwieriges Thema, vor allem wenn es darum geht, diese (nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses) ausbezahlt zu bekommen. Da haben Arbeitnehmer oft mit Beweisschwierigkeitn zu kämpfen.

Überstunden ist der Definition nach eine Überschreitung der durch einen Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder eine sonstige (Betriebs-)Vereinbarung vereinbarten oder festgelegten, regelmäßigen Arbeitszeit.

Die Frage, ob ein Arbeitnehmer verpflichtet ist über die diese regelmäßige Arbeitszeit hinaus zu arbeiten richtet sich vor allem danach, ob eine Regelung hierzu in dem Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder in einer sonstigen Regelung vorgesehen ist. Aber selbst enn im arbeitsvertrag hierzu nichts steht, kann sich auch aus anderen Umständen heraus eine solche Verpflichtung ergeben – dies muss individuell geprüft werden.

Von der Problematik ob Überstunden überhaupt zu leisten sind stellt sich hiervon unabhängig jedoch die Frage, inwieweit geleistete Überstunden zu bezahlen oder mit Freizeit auszugleichen sind. Ein gesetzlicher Anspruch auf die Bezahlung von Überstunden besteht nicht. Auch hierbei kommt es auch die Arbeitsvertraglichen Regelungen an.

Besteht keine ausdrückliche Regelung, kann jedoch eine Vertragsauslegung ergeben, dass die geleisteten Überstunden zu bezahlen sind.

Werden diese dann von dem Arbeitgeber nicht bezahlt, bleibt oft nur der gerichtliche Weg – wobei dies während eines bestehenden Arbeitsverhältnisses immer ein zweischneidiges Schwert ist und dieser Schritt gut überlegt sein soll!

Bei einerm gerichtlichen Verfahren haben Arbeitnehmer in der Regel nur dann die Chance auf ein erfolgreiches Verfahren, wenn sie genau dokumentiert haben, wann, in welchem Rahmen und vor allem aus welchem Anlass sie Überstunden geleistet haben. und dass diese auch erforderlich und (in dieem Umfang) angeordnet waren.

Aber auch während des Arbeitsverhältnisses können Ansprüche wie beispielsweise Urlaubsansprüche “verjähren”; so regeln viele Arbeitsvertäge, dass wenn der Resturlaub nicht binnen 3 Monaten im neuen Jahr genommen wird, dieser verfällt.

Ob und wie viel Urlaub einen Arbeitnehmer zusteht ist zum einen im Gesetz und zum anderen oft in Tarifverträgen geregelt. Bestimmte Mindest-Urlaubstage dürfen nicht unterschritten werden.

Auch andere Ansprüche des Arbeitnehmers können einer kürzeren Verjährung unterliegen; dies ist oftmals so im Arbeitsvertrag geregelt. So können beispielsweise Ansprüche auf Überstundenvergütung oder ausstehender Lohn nach der Kündigung bereits in wenigen Wochen verjähren, sofern hiergegen nicht gerichtlich vorgagengen wird.

Lassen sie ihre Probleme unsere Sorge sein.

Portrait von Rechtsanwältin Wendla Savic, Nahaufnahme im quadratischen Format

Ihr Kontakt zu unseren Experten

Rechtsanwältin Wendla Savic

Fachbeiträge rund
um all unsere Rechtsgebiete

Justizia als Symbolbild für einen Fachanwalt auf einem Tisch

Was Fachanwalt bedeutet

Ein Fachanwalt ist ein ausgewiesener Spezialist auf seinem Rechtsgebiet. Ein Rechtsanwalt darf sich nur dann “Fachanwalt” nennen, wenn ihm das Recht zum Führen des Fachanwaltstitels von der zuständigen Rechtsanwaltskammer verliehen wurde. Für die Verleihung einer Fachanwaltschaft…

mehr erfahren
Als Strafverteidiger und Fachanwalt für Strafrecht werde ich in Schwäbisch Gmünd des Öfteren gefragt: Wer ist der beste Verteidiger bzw. Anwalt für Strafrecht in Schwäbisch Gmünd? Begibt man sich auf die Suche nach einem Strafverteidiger, fällt es gerade juristischen Laien oft schwer, zu unterscheiden, welcher Rechtsanwalt hierfür am qualifiziertesten ist. Es gibt jedoch einige Auswahlkriterien, die Ihnen diese Suche erleichtern. Ich habe versucht, für Sie ein paar Kriterien zusammenzustellen und hoffe, dass ich Ihnen bei der Wahl Ihres Strafverteidigers helfen kann. Welche Rechtsgebiete bietet Ihr potenzieller Strafverteidiger an? Besteht das Repertoire des Rechtsanwalts neben der Strafverteidigung noch auch aus zahlreichen anderen Rechtsgebieten, ist dies ein Anzeichen dafür, dass er nur gelegentlich auf dem Gebiet des Strafrechts agiert. Achten Sie an dieser Stelle darauf, einen Spezialisten auszuwählen, der regelmäßig mit strafrechtlichen Mandaten betraut ist. Einen Rechtsanwalt, der auf einem oder einigen wenigen Gebieten mit umfassenden, tiefgehenden Kenntnissen aufwartet, sollten Sie einem Generalisten, der für viele Rechtsgebiete Grundkenntnisse besitzt, vorziehen. Ist der Rechtsanwalt Fachanwalt für Strafrecht? In einem Fachanwaltslehrgang erhalten Volljuristen eine zusätzliche Spezialausbildung für das jeweilige Rechtsgebiet. Suchen Sie im Zweifel einen spezialisierten Strafverteidiger auf, der Fachanwalt für Strafrecht ist. Dies ist auch ein Merkmal dafür, dass der Anwalt schwerpunktmäßig und regelmäßig im Strafrecht tätig ist, da er für die Erlangung des Fachanwalts bereits besondere praktische Erfahrungen nachzuweisen hat. Mit Rückenschmerzen suchen Sie auch nicht einen Kardiologen, sondern einen Facharzt für Orthopädie auf, obwohl beide gleichermaßen als Ärzte zugelassen sind. Kann sich jeder Strafverteidiger als „Fachanwalt für Strafrecht“ bezeichnen? Nein, die Berufsbezeichnung Fachanwalt für Strafrecht ist rechtlich geschützt. Voraussetzung für die Verleihung des Berufsbezeichnung Fachanwalt für Strafrecht ist eine dreijährige Zulassung zur Rechtsanwaltschaft und Tätigkeit vor Antragstellung. Um durch die Rechtsanwaltskammer den Fachanwaltstitel verliehen zu bekommen, muss der Antragsteller zudem an einem Fachanwaltslehrgang für Strafrecht mit einer Gesamtdauer von mindestens 120 Zeitstunden teilgenommen haben. Zudem muss er mindestens drei schriftliche Leistungskontrollen (schriftliche Prüfungen) erfolgreich absolvieren und besondere praktische Erfahrungen in Form von umfangreichen Falllisten und Hauptverhandlungstagen vor dem Schöffengericht und übergeordnet (Strafkammer, Schwurgericht usw.) nachweisen.  Berufserfahrung Ein guter Anwalt für Strafrecht verfügt in erster Linie über lange Berufserfahrung und Fachkenntnisse, die er durch regelmäßige Fortbildungen vertieft. Ein guter Strafverteidiger muss sich nicht nur mit allen materiellrechtlichen als auch strafprozessuallen Fragen bestens auskennen, sondern auch in der Lage sein, seinen Mandanten in Konfliktsituationen gegenüber dem Gericht, Staatsanwaltschaft, Polizei und anderen Prozessbeteiligten rasch souverän, entschieden und adäquat zu verteidigen. Zudem muss ein guter Strafverteidiger die Kunst des Beweisantragsrechts gut beherrschen und wissen, wie man mit der Ablehnung eines Beweisantrages professionell umzugehen hat, und wann es Sinn macht, einen Befangenheitsantrag gegen den Richter, Sachverständigen oder den Staatsanwalt zu stellen. Ein guter Strafverteidiger spricht mit dem Mandanten offen und ehrlich alle Chancen aber auch und insbesondere die Risiken des Strafverfahrens an, vor allem gibt er Ihnen stets eine verständliche und realistische Einschätzung Ihres Falles. Vor allem entwickelt er mit seinen Mandanten eine Strategie, um das bestmöglichste Ergebnis zu erzielen. Aber am Ende zählt doch der Erfolg Der beste Anwalt im Strafrecht ist aber am schlussendlich immer noch der mit den besten Ergebnissen für seine Mandanten. Und hier schließt sich der Kreis wieder, denn erfolgreiche Strafverteidigung basiert gerade auf Wissen, Expertise und langjähriger Erfahrung als Prozessanwalt.

Was macht einen guten Strafverteidiger aus?

Als Strafverteidiger und Fachanwalt für Strafrecht werde ich in Schwäbisch Gmünd des Öfteren gefragt: Wer ist der beste Verteidiger bzw. Anwalt für Strafrecht in Schwäbisch Gmünd? Begibt man sich auf die Suche…

mehr erfahren
Justitia-Statue im Büro der Anwaltskanzlei Schmid + Kollegen in Schwäbisch Gmünd

Ärger beim Werkvertrag? Das können Sie tun!

Der Werkvertrag gehört neben dem Kauf- und dem Dienstvertrag zu den am häufigsten abgeschlossenen privatrechtlichen Verträgen. Kein Wunder, dass er auch oft zum Anlass für juristische Auseinandersetzungen bietet. In diesem Beitrag erklären wir die…

mehr erfahren